Selbstgemachtes Sauerkraut


Weißkohl wird durch Milchsäuregärung zu Sauerkraut . Dazu wird der Weißkohl vom Strunk befreit, mit einem Krauthobel zerkleinert, mit Speisesalz versetzt, Schichtweise in einen Gärtopf gestampft und mit den dazugehörenden Steinen beschwert.
Reicht der durch das Stampfen austretende Gemüsesaft nicht aus um ca. 5 cm über den Steinen zu stehen, wird aus einem Liter Leitungswasser und 15 g Salz eine Lake hergestellt die nach dem Abkochen und Abkühlen die fehlende Flüssigkeit im Topf ersetzt.

Die Krautmenge die Sie herstellen können richtet sich nach der Größe Ihres Gärtopfes.
Verwenden Sie je Kg zu verarbeitenden Weißkohl 6 g Speisesalz und je nach Geschmack Dill, Wacholderbeeren oder Kümmel. Die Gewürze werde auf jede eingeschichtete Lage Weißkohl gestreut und mit eingestampft.
Um die Gärung möglichst schnell in Gang zu bekommen können Sie auf 5 kg Kohl noch 100 ml Molke von der Frischkäseherstellung oder Buttermilch (unbedingt aber frisch mit lebenden Milchsäurebakterien) zugeben. Wenn Sie nicht Sicher sind das sich in der von Ihnen vorgesehenen Buttermilch die Milchsäurebakterien noch am Leben sind, dann sollten Sie ein Tütchen Milchsäurebakterien erwerben die extra für die Gemüsegärung angeboten werden.
Je schneller die Gärung einsetzt um so schneller ist unser Gemüse durch den sinkenden PH-Wert vor dem Verderb geschützt.
Der eingestampfte Kohl wird nun mit auf Größe geschnittenen Kohlblättern, Weinblättern oder Meerettichblättern abgedekt und mit den Steinen beschwert. Zum Schluß wird der Deckel aufgesetzt und die Wasserrinne mit frischem Wasser befüllt.
So können weder Luft, Staub noch Ungeziefer (Fliegen, Spinnen) an unser Gärgemüse.
Die ersten 8-10 Tage der Gärung bleibt der Topf bei normaler Raumtemperatur in der Küche stehen.
Nach dieser Zeit wird er im kühlen Keller aufbewahrt. Kontrollieren Sie in regelmässigen Abständen den Füllstand der Wasserrinne.
Das Sauerkraut ist dann nach 4-8 Wochen fertig, je nachdem welche Temperatur wärend der Gärung im Keller herrscht. Entnehmen Sie mit einer Gabel immer soviel Kraut wie Sie zum Verzehr benötigen, und decken Sie hinterher wieder alles so ab wie es vorher war.
Lassen Sie den Gärtopf nicht länger als nötig offen.
Sollte Ihnen das Kraut zu Sauer für Ihren Geschmack geworden sein können Sie durch Zugabe von frischem Gemüse beim Kochen die Säure abmildern.
Sie können aber auch das gesamte Kraut küchenfertig in Gläser einkochen bevor es Ihnen zu sauer ist. Einfach zwischendurch immer mal probieren.
Bei kleinen Haushalten können in die Gläser gleich Bauchfleisch oder Würste mit eingekocht werden.
Bildname
Startausrüstung für den kleinen Haushalt.
5 Liter Gärtopf mit kleinem Krauthobel,
Krautstampfer und Holzgabel