Um ein leckeres Bier selber zu brauen, ist es nicht unbedingt erforderlich alle Veränderungen die durch die Wirkung der verschiedenen Enzyme und Hefen stattfinden, zu kennen und zu verstehen. Ich habe mich darum bemüht den Brauvorgang so einfach wie möglich zu beschreiben und die Informationen auf das Notwendigste zu begrenzen. | ![]() | |||||||
Benötigte Geräte : Einen Kochtopf 25 Liter Fassungsvermögen ( Einkochtopf ) Einen Kochtopf 20 Liter Fassungsvermögen ( oder noch einen Einkochtopf ) Ein Kesselthermometer ( bis 100°C) Zwei Bumwolltücher (Babywindeln) Einen Gärbehälter ( 33 Liter Eimer mit Deckel und Gärspund und Ablasshahn aus Kunststoff) Einen 30 cm langen Gummischlauch der auf den Ablasshahn gesteckt werden kann. Optional einen Nachgärbehälter ( gleich dem Gärbehälter oder Glasballon) Bierflaschen mit Bügelverschluß (40 * 0,5 Liter ) Eine Bierwürzespindel um den Extraktgehalt in der Bierwürze zu messen Ein Fläschchen Jodlösung für den Stärkenachweis Die Bierflaschen sind einfach zu bekommen. Kaufen Sie zwei Kisten und spülen Sie die Flaschen gleich nach dem leeren (austrinken) mit warmen Wasser aus. So bildet sich kein Schimmel und die Flaschen brauchen nur noch einmal kurz vor dem Befüllen heiß gespült werden. Dies ist nur eine kleine Einführung in die Kunst des Brauens. Wenn Sie sich ernsthaft mit diesem Hobby beschäftigen möchten ,empfehle ich Ihnen das Buch von Hubert Hanghofer BIER BRAUEN nach eigenem Geschmack Es gibt mehrere Maischverfahren, aber wir machen der Einfachheit halber eine Kesselinfusion ,und denken Sie immer daran ,es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ich habe auch viel Lehrgeld gezahlt . Sollte ich noch etwas bei der Beschreibung vergessen haben oder wenn noch Fragen auftauchen ,schicken Sie mir eine e-mail. Ich antworte bestimmt sobald ich kann. Aber fangen wir erst einmal am Anfang an. Bei Ihrer Gemeinde erfahren Sie den Härtegrad Ihres Trinkwassers. Wenn Sie nicht wissen welchen Härtegrad Ihr Wasser hat, kochen Sie das Brauwasser einen Tag vorher ab. Beim abkochen ( mindestens 30 Minuten ) fällt der meiste Kalk aus , und setzt sich am Boden des Topfes ab. Zum Brauen benötigen wir Wasser mit einem Härtegrad von höchstens 10°dH, bei Pilsener sogar 0°dH .Härteres Wasser wirkt sich nachteilig auf unseren Biergeschmack aus ( kratzig bitter ) . Zum Brauen schlauchen Sie das Wasser von oben ab, so das kein Kalk mit angesaugt wird . Hopfen ist ein Naturprodukt. Da die Witterung jedes Jahr anders ist, schwankt auch der Alphasäuregehalt im Hopfen der für die Bittere im Bier verantwortlich ist . In den Rezepten ist die Hopfenmenge und der Alphasäuregehalt angegeben. Sollte der von Ihnen verwendete Hopfen einen anderen Alphasäuregehalt haben, ist die Hopfenmenge entsprechend anzupassen.
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